Mutterherz ohne Kontakt – Funkstille zum erwachsenen Kind, Treffen in Merseburg

Der Kontaktabbruch durch ein erwachsenes Kind ist für viele Mütter eine tiefgreifende und schmerzhafte Erfahrung. Oft geschieht dieser Kontaktabbruch plötzlich, ohne erklärendes Gespräch oder nachvollziehbare Gründe. Zurück bleiben Verunsicherung, offene Fragen und das Gefühl, ein geliebtes Kind verloren zu haben – obwohl es noch lebt. Ein Mutterherz ohne Kontakt erlebt häufig eine besondere Form von Trauer, die im Alltag kaum Raum findet.
Viele betroffene Mütter wissen nicht, warum ihr Kind den Kontakt abgebrochen hat. Das Verhältnis war zuvor oft von Nähe, Vertrauen und gegenseitiger Verbundenheit geprägt. Umso belastender ist es, wenn Nachrichten unbeantwortet bleiben, Gespräche nicht mehr möglich sind und selbst grundlegende Informationen über das Leben der Kinder oder Enkel fehlen. Die Funkstille zum erwachsenen Kind wird von vielen Müttern als lähmend und schmerzhaft erlebt.
Neben Trauer und Hilflosigkeit spielen bei einem Kontaktabbruch zwischen Eltern und Kindern häufig auch Scham, Schuldgefühle und Selbstzweifel eine große Rolle. Offen darüber zu sprechen, fällt vielen Müttern schwer – aus Angst vor Bewertungen, Schuldzuweisungen oder gut gemeinten, aber verletzenden Ratschlägen. Nicht selten ziehen sich betroffene Mütter zurück und bleiben mit ihren Gefühlen allein.
Warum diese Selbsthilfegruppe für Mütter ohne Kontakt zum Kind?
Austausch in einem geschützten Rahmen
Die Selbsthilfegruppe „Mutterherz ohne Kontakt“ richtet sich an Mütter, deren erwachsene Kinder den Kontakt abgebrochen haben. In der Gruppe treffen Frauen aufeinander, die ähnliche Erfahrungen machen. Es gibt Raum für Zuhören, Erzählen und gegenseitiges Verständnis – ohne Rechtfertigungsdruck und ohne Bewertungen.
Entlastung durch Gemeinschaft
Der Kontaktabbruch zum eigenen Kind kann emotional sehr belastend sein und zu Einsamkeit führen. Der Austausch mit anderen betroffenen Müttern kann helfen, Isolation zu durchbrechen, sich verstanden zu fühlen und neue innere Stabilität zu entwickeln.
Stärkung der eigenen Ressourcen
Ein wichtiges Ziel der Selbsthilfegruppe ist es, den Blick wieder auf das eigene Wohlbefinden zu richten. Themen wie Selbstfürsorge, der Umgang mit Trauer, Schuldgefühlen, innerer Unruhe und anhaltendem Schmerz können gemeinsam besprochen und reflektiert werden.
Neue Perspektiven entwickeln
Die Gruppe unterstützt dabei, den eigenen Lebensweg trotz der belastenden Situation bewusst weiterzugehen. Ziel ist es, neue Zuversicht und innere Stärke zu entwickeln – unabhängig davon, ob es zu einer Wiederannäherung mit dem Kind kommt.
Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe
Die Selbsthilfegruppe „Mutterherz ohne Kontakt“ befindet sich derzeit im Aufbau. Angesprochen sind Mütter ohne Kontakt zu ihren erwachsenen Kindern, die sich Austausch, Verständnis und Unterstützung wünschen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zu melden und die Gruppe gemeinsam mitzugestalten.
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Kontakt
Paritätische Selbsthilfekontaktstelle Saalekreis
Sixtistraße 16a
06217 Merseburg
Telefon: 03461 – 341872
Mobil: 0170 – 6747807
E-Mail: shk-sk@paritaet-lsa.de
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