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Veröffentlicht am 14. Februar 2017

„Staffelstabübergabe oder wenn die/der Gruppensprecher*in nicht mehr weitermachen möchte“

„Staffelstabübergabe oder wenn die/der Gruppensprecher*in nicht mehr weitermachen möchte“

Am 13.2.17 fand die erste „Montagsrunde“ der Selbsthilfekontaktstelle Harz in den Räumen der Kontaktstelle von 15.00 – 16.30 Uhr statt. Eine Nachfolge für den Selbsthilfegruppensprecher zu organsieren beschäftigt derzeit einige Gruppen. Das fortschreitende Alter, zunehmende Beschwerden oder anderer Gründe führen dazu die Sprecher*innenfunktion abzulegen und eine/n Nachfolger*in zu finden. Dies stellt sich oft schwierig dar, weil sich niemand aus der Gruppe dazu bereit erklärt.

In der Montagsrunde zu diesem Thema stellten die Teilnehmer*innen heraus, wie vorgegangen werden kann. Zunächst ist es wichtig der Gruppe bewusst zu machen, was es jedem Einzelnen bedeutet, dass es die Gruppe gibt; welche Vorteile sie haben, dass sie füreinander da sind: Halt, Verständnis, Austausch von Erfahrungen, Leben selbst in die Hand nehmen; Kraft schöpfen; Nehmen und Geben leben; Wissen weitergeben; Freude schaffen. Und was es heißen würde, wenn die Gruppe nicht mehr existieren würde. Deutlich wurde herausgestellt, dass die Gruppe auch einen großen Wissenspool darstellt, der weitergetragen werden sollte.

Ein weiterer Abschnitt war die Motivation der Sprecher*innen diese Funktion auszufüllen. Diese Motivation der Gruppe darzulegen und evtl. darüber andere in der Gruppe zu motivieren kann ein weiterer Ansatz sein, Nachfolger*innen zu gewinnen. Dazu kamen Stichworte wie: macht Spaß; Helfen; Dankbarkeit; etwas zurück bekommen; Verantwortung übernehmen; eine Aufgabe haben; Austausch und Neues; Gefühl gebraucht zu werden; Bestätigung und Wertschätzung, Einfluss nehmen und gestalten können; eigene Ideen einbringen usw.

Als dritter Punkt ist es sicherlich sinnvoll, den potentiellen Nachfolgern*innen die Ängste zu nehmen, die sie davon abhalten, Aufgaben in der Gruppe zu übernehmen. Dazu gehört z.B. dass sie meinen, dass die Fußstapfen der/s jetzigen Sprecher/s/in zu groß sind, sie die Erwartungen nicht erfüllen können; eine langfristige Verbindlichkeit dadurch entsteht; dass Neues nicht zugelassen wird (eingefahrene Muster in der Gruppe); sich selbst es nicht zutrauen, weil sie meinen, dass Wissen, Erfahrungen, Mut und Kompetenzen fehlen und dass evtl. ihre Ideen abgeblockt werden.

Entsprechend konnten mögliche Schritte zusammengetragen werden:

Neben Bewusstwerden der Bedeutung der Gruppe, der Motivation und dem Stärken der „Neuen“ kam v.a. die Möglichkeit der kleinen Schritte zur Sprache; also

* dass die jetzigen Sprecher*innen die potentiellen Nachfolger zu Terminen der Selbsthilfe mitnehmen

* ihnen Mut machen und sie stärken, auch wenn es nicht gleich geklappt hat, den eigenen Ansprüche gerecht zu werden

* Teilaufgaben übernehmen bzw. zusammen mit der/m jetzigen Sprecher*in Aufgaben bewältigt werden

* dazu gehört auch, dass die jetzigen Sprecher*innen den „Neuen“ freie Hand lassen; für Veränderungen bereit sein

* auch miteinander können die „Alten“ Wissen und Erfahrungen und die „Neuen“ Vorstellungen und Perspektiven vermitteln

* offen lassen wie lange eine Leitung erfolgt oder auch begrenzen; andere offene Optionen

Selbsthilfekontaktstelle Salzwedel

Der Paritätische
Selbsthilfekontaktstelle Salzwedel

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