Mit den Plänen des Landes, die
Personalkostenförderung der Selbsthilfekontaktstellen zu streichen,
droht das Aus für viele der für die Selbsthilfeunterstützung
unverzichtbaren Kontaktstellen und somit auch für viele
Selbsthilfegruppen. Der PARITÄTISCHE Sachsen-Anhalt fordert daher die
Fortsetzung der Landesförderung, um einen Zusammenbruch der
geschaffenen Strukturen zu verhindern und eine Unterstützung der
Selbsthilfe im Land Sachsen-Anhalt weiter zu gewährleisten.
Wie
wichtig die Selbsthilfekontaktstellen für die Aufrechterhaltung einer
funktionierenden Selbsthilfelandschaft sind, bestätigten Experten und
Selbsthilfeakteure im Rahmen einer von den Selbsthilfekontaktstellen Halle - Saalekreis und Merseburg organisierten Veranstaltung des PARITÄTISCHEN
Sachsen-Anhalt am 21. Oktober in Halle (Saale) und appelierten an die
anwesenden Mitglieder des Sozialausschusses des Landtages, eine
Streichung der Landesförderung zu verhindern.
Prof. Dr. W. Slesina (Martin Luther Universität Halle) beschrieb Selbsthilfekontaktstellen für die Selbsthilfebewegung als die
Entdeckung des letzten Jahrhunderts und als Keim, um den die
Selbsthilfe entsteht. Ähnlich argumentierte Tobias Kogge (Beigeordneter
der Stadt Halle, Dezernat Jugend, Schule, Soziales und kulturelle
Bildung), der das Land aufrief, auf den Erhalt von Strukturen zu setzen
und diese weiter zu fördern. Dr. Oliver Zobel (PARITÄTISCHER
Sachsen-Anhalt) beschrieb die Landesförderung der
Selbsthilfekontaktstellen als wichtigen und integralen Bestandteil der
Selbsthilfeförderung und forderte die anwesenden Akteure dazu auf, die
Förderung der Selbsthilfekontaktstellen als Gemeinschaftsaufgabe zu
begreifen, der sich auch die Kommunen und das Land stellen müssen.
Die
anwesenden Mitglieder des Sozialausschusses des Landes Sachsen-Anhalt
sagten zu, im Rahmen der Haushaltsberatungen nach Lösungen für eine
Fortführung der Landesförderung zu suchen und zum Thema weiter im
Dialog zu bleiben.
Beispiele für das von einer hohen
gesellschaftlichen Relevanz zeugende Medieninteresse an der Thematik,
sind dem Pressespiegel unter folgendem Link zu entnehmen.
http://www.paritaet-lsa.de/pariweb/index.php?article_id=1658
Für Rückfragen:
Antje Ludwig
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